Die 94. Delegiertenversammlung des Appenzellischen Blasmusikverbandes (ABV) in Brülisau stand unter dem Motto „Steigerung der Attraktivität der Blasmusik im Verbandsgebiet“. Vorstandsmitglied Martin Meier, Lutzenberg wurde für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.
Für die Präsidentin Claudia Frischknecht, Herisau und die Vorstandsmitglieder war es wichtig, dass die im Frühjahr geplante und wegen der Corona-Situation verschobene Delegiertenversammlung doch noch ordentlich durchgeführt werden kann. Mit musikalischen Willkommensgrüssen der Musikgesellschaft Brülisau und einem herzlichen „Willkomm“ der Präsidentin Marlene Fässler wurden die rund 60 Delegierten und Gäste in der Mehrzweckhalle trotz Hygiene- und Abstandsregeln festlich empfangen. Aufgrund anderweitiger Termine waren 20 von 23 Verbandsvereinen anwesend. Bruno Huber, Regierender Bezirkshauptmann überbrachte die Grüsse des Bezirkes Rüti und machte gleichzeitig Werbung für die Tourismusregion am Fusse des Hohen Kasten.
Da die DV-Broschüre mit Erläuterungen zu den Traktanden den Vereinen, Bezirken und Gemeinden im Verbandsgebiet vorgängig zugestellt wurde, konnten alle Geschäfte speditiv abgewickelt werden.
Das Kantonale Musikfest in Heiden, wie andere Grossanlässe im Appenzellerland auch, fielen dem Corona-Virus zum Opfer. Das OK musste deshalb, den rund 50 angemeldeten Vereinen aus der ganzen Schweiz, bedauerlicherweise absagen. Leider wurde eine Durchführung 2021 vom Schweizerischen Blasmusikverband nicht bewilligt. Damit nicht mehrere hundert Vorbereitungsstunden für diesen Grossanlass umsonst gewesen waren, hat sich die Grossmehrheit der OK-Mitglieder unter der Leitung von Norbert Näf erfreulicherweise bereit erklärt, den Anlass 2022 in Heiden erneut vorzubereiten und durchzuführen.
Alle Mitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorstand setzt sich aus Claudia Frischknecht, Präsidentin, Thomas Frei, Stefan Herzig und Hans Saxer zusammen. Anfangs Jahr hat Severine Herzig die Leitung der Geschäftsstelle des ABV übernommen.
Die 23 Sektionen weisen im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Mitgliederrückgang aus. Aktuell musizieren 662 Mitglieder. Leider existiert nur in Heiden eine aktive Jugendmusik. Viele andere Vereine bilden ihren Nachwuchs selber aus und integrieren ihn früh im Aktivverein.
Der ABV steht auch aufgrund der erfreulichen Unterstützung zahlreicher Sponsoren finanziell gesund da. Eine neu gestaltete Webseite informiert über die Aktivitäten des Verbandes und der Vereine.
Es war die letzte Delegiertenversammlung für das Ehepaar Käthy und Martin Meier. Käthy Meier trat nach 12 Jahren als Geschäftsstellenleiterin zurück. In all den Jahren war sie erste Ansprechpartnerin für die Vereine. Martin Meier wirkte 15 Jahre im Vorstand. Von der Versammlung wurde Martin Meier für seine aktive Tätigkeit zum Wohle des Verbandes zum Ehrenmitglied ernannt. Er hat es mit seiner musikalischen Erfahrung als Dirigent mehrerer höchstklassierter Vereine und als internationaler Juror bei Wettspielen verstanden, den ABV beim Schweizerischen Blasmusikverband und bei den Kantonalverbänden als wichtigen Partner zu vernetzen. Man darf ihn zu Recht als „Graue Eminenz des ABV“ bezeichnen, der Kontakte und Freundschaften über die Landesgrenzen pflegt.

Käthy Meier (ehem. Geschäftsstellenleiterin); Martin Meier (neues Ehrenmitglied); Claudia Frischknecht (Präsidentin)
Preisträger für überragende Leistung zum Wohle der Blasmusikjugend, unter dem Motto „Jugend fördern“, wurde Roman Höhener, Jugendmusik Heiden Ausbildner des Tambouren-Nachwuchses.

Roman Höhener (Preisträger); Stefan Herzig (Vorstandsmitglied); Reto Bischofberger (Präsident JM Heiden)
15 Musikantinnen und Musikanten konnten für ihre langjährige Mitgliedschaft in den Musikvereinen geehrt werden.
Grussworte und Informationen aus militärischer Sicht überbrachte Oberst Philipp Wagner, Kommandant des Kompetenzzentrums Militärmusik und Schweizer Armeespiel. Auch für die Militärspiele waren wegen Covid-19 die Auftrittsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Fachprüfungen wurden erstmals mittels Video durchgeführt. Diese Erfahrung machten auch vier jugendliche Stellungspflichtige aus dem Appenzellerland. Über die Covid-19-Massnahmen des Schweizerischen Blasmusikverbandes, die auch für den ABV Gültigkeit haben, orientierte Verbandsleitungs-Mitglied Hanspeter Frischknecht, gebürtiger Ausserrhoder.